5. March 2015 Drucken Empfehlen
Studium
BPhD e.V.

Welt-Aids-Tag 2014: Positiv zusammen leben!

Der Welt-Aids-Tag ist jedes Jahr am 1. Dezember. Im Jahre 1988 von der Weltgesundheitsorganisation WHO ins Leben gerufen, ist er auch heute noch von großer Bedeutung. Auch 2014 haben sich wieder zahlreiche Pharmaziestudierende anlässlich des Welt-Aids-Tages engagiert.

Abb.: BZgA

Abb.: BZgA

Weltweit sind ca. 35 Millionen Menschen mit HIV infiziert. Pro Jahr rechnet man zudem mit rund 2,1 Millionen Neuinfektionen, längst nicht alle Betroffenen haben Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten. Außerdem erleben Betroffene oftmals gesellschaftliche Ausgrenzung und Stigmatisierung, was zu der ohnehin lebensbedrohlichen Krankheit eine weitere psychologische Last darstellt. Ziel des diesjährigen Welt-Aids-Tages war es, mit Vorurteilen aufzuräumen und aufzuklären. Die von dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG), der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS-Stiftung initiierte Kampagne namens „Positiv zusammen leben“ stellte provokativ und plakativ verschiedene „Gewissensfragen“ um Aufklärungsarbeit über das Zusammenleben mit HIV-positiven und an Aids erkrankten Menschen zu leisten und so dieses gesellschaftsrelevante Thema mehr in den Fokus zu rücken. Sätze wie „Würdest du mit einem HIV-Positiven zusammenziehen? – Klar wenn er gut kochen kann!“ oder „Dürfte dein Kind mit HIVpositiven Kindern spielen? – Klar, aber um sieben gibt’s Abendessen.“ entkräfteten weit verbreitete Mythen und Bedenken, die sich noch hartnäckig in der Bevölkerung halten.

Pharmaziestudierende machen mit

Beratung und Information zu gesundheitlichen Aspekten sind seit jeher Domänen der Medizin und Pharmazie. Auch der pharmazeutische Nachwuchs – vertreten durch Fachschaften und Pharmaziestudierende – engagierte sich dieses Jahr zum wiederholten Mal, um seinen Teil zur Umsetzung des angestrebten Grundgedankens beizutragen. Beteiligt haben sich in diesem Jahr unter anderem die Universitäten Frankfurt, Berlin, Tübingen, Erlangen-Nürnberg, Jena, Marburg, Heidelberg, Münster und Regensburg. Der traditionelle Schleifen-Verkauf stieß auf großes Interesse: So wurden an den genannten Standorten insgesamt rund 1000 Solidaritätszeichen unter die Menschen gebracht. Auch die Spenden der Studierenden und Lehrenden waren dieses Jahr erfreulich hoch. Insgesamt wurden fast 1500 Euro eingenommen, die an lokale AIDS-Hilfe-Organisationen und an die Deutsche AIDS-Hilfe gingen.

Foto: Fachschaft Heidelberg

Foto: Fachschaft Heidelberg

Flashmob, Quiz und Co.

Neben Ständen mit kostenlosen Informationsmaterialien, Postkarten und Postern der BZgA sowie Kondom-Gewinnspielen haben einige Standorte (wie Tübingen, Erlangen und Regensburg) einen Punsch- und Waffelverkauf zugunsten der AIDS-Hilfe ausgerichtet. In Tübingen warben die Pharmaziestudierenden sogar in einem rosa Plüschkondomkostüm für den Welt-Aids- Tag, was zur Erheiterung vieler bei diesem doch sehr ernsten Thema führte. In Heidelberg und in Münster setzte man auf einen Flashmob: Die Studierenden positionierten sich zu einer riesigen rote Schleife und stellten damit ihre Kreativität und ihr Engagement bei diesem Thema unter Beweis. Der Pharmazie-Nachwuchs in Frankfurt veranstaltete einen Wettbewerb, bei dem es galt, ein Kondom möglichst schnell auf einen Holz-Penis zu stülpen – selbst Professoren waren hierfür zu begeistern und zögerten nicht, diese Herausforderung anzunehmen. Die angehenden Apotheker aus Berlin veranstalteten ein HIV-Quiz mit diversen Preisen und lockten so viele interessierte Studierende an ihren Info-Stand in der Mensa.

Erfolgreicher Tag

Abschließend bleibt zu sagen, dass der diesjährige Welt-Aids-Tag sehr erfolgreich war. Dank gilt vor allem den Fachschaften, die vor Ort die größte Arbeit zu bewältigen haben und jedes Jahr großes Engagement zeigen. Auch unserem Sponsor, der Firma „My-Size-Condoms“, gilt ein besonderer Dank, der mit Gutscheincodes und Messschiebern den Weg zur passenden Kondomgröße ebnete. Auch bei Stada möchten wir uns für die in Frankfurt geleistete Unterstützung und der damit verbundenen Kondomspende bedanken.

Von Alexander Nau,
IPSF Contact Person beim BPhD