28. September 2015 Drucken Empfehlen
Berufsstart
Oberfeldapotheker und Leiter der Bundeswehrkrankenhausapotheke Hamburg

Olaf Zube

Olaf Zube Foto: Bundeswehr

Olaf Zube Foto: Bundeswehr

Pharmazie war für mich schon ein früher Berufswunsch, bereits während der neunten Klasse absolvierte ich mein Berufspraktikum in einer Apotheke und die Begeisterung für das Fach Pharmazie hielt bis zum Abitur. Nach dem Abitur folgte zunächst eine zweijährige freiwillige Verpflichtungszeit als Soldat bei der Marine. Zum einen entstand hierdurch der Kontakt zum Berufsfeld eines Sanitätsoffiziers, zum anderen festigte sich innerhalb dieser Zeit mein Wunsch, Pharmazie zu studieren. Die Verknüpfung von Bundeswehr und Studium schien damit fast schon vorgezeichnet und konnte über die  Laufbahn eines Sanitätsoffizieranwärters verwirklicht werden. Bevor es zur Uni ging, mussten erst einmal militärische Grundlehrgänge und Praktika abgeleistet werden. Das Studium absolvierte ich dann an der TU Braunschweig. Nach dem erfolgreich absolvierten Studium, bei dem endgültig die Entscheidung fiel, dass ich im Bereich der Klinischen Pharmazie tätig sein wollte, folgte dann zunächst das Studium der Lebensmittelchemie.

Im Anschluss habe ich mehrere berufliche Stationen und Beförderungen durchlaufen. Ich war Leiter der Bundeswehrkrankenhausapotheke Berlin, Dezernatsleiter im Einsatzführungskommando in Potsdam/Schwielowsee und bin derzeit als Oberfeldapotheker Leiter der Bundeswehrkrankenhausapotheke in Hamburg. Zudem habe ich Einsätze in Afghanistan, Bosnien und Herzegowina sowie im Kosovo absolviert. Während meiner Laufbahn habe ich mehrere Auszeichnungen erlangt: Ich bin Apotheker und (Diplom)-Lebensmittelchemiker, Fachapotheker für Klinische Pharmazie, MBA im Bereich Health Care Management und Wundexperte ICW (Initiative chronische Wunden). Zurzeit befinde ich mich in der Ausbildung zum ABS-Experten (Antibiotic Stewardship). Der größte Reiz der Laufbahn der Sanitätsoffiziere besteht für mich in der Möglichkeit, die Doppelapprobation zu erlangen und sehr früh in Führungstätigkeiten eingebunden zu werden. Das breite Tätigkeitsfeld eines klinischen Pharmazeuten macht meine Arbeit besonders abwechslungsreich. Dabei ist es mir ein großes Anliegen und eine große Freude, diese Erfahrungen an den pharmazeutischen Nachwuchs weiterzugeben und den Studierenden im Rahmen des PJs die Möglichkeit zu geben, ein halbes Jahr in der Apotheke des Bundeswehrkrankenhauses zu absolvieren. Diese wurde übrigens als akademische Ausbildungsapotheke über die Kammer akkreditiert.