KOMMUNIKATION ALS GRUNDBAUSTEIN
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28. September 2015 Drucken Empfehlen
Studium
Interdisziplinäre Kooperation

KOMMUNIKATION ALS GRUNDBAUSTEIN

Die Schnittstelle zwischen Ärzten und Apothekern ist der Patient. Als Heilberufler ist das Wohl des Patienten das, was beide Berufsgruppen erreichen und erhalten wollen. Den­noch gibt es häufiger Unstimmigkeiten. Beide Parteien müs­sen sich dann bemühen, die optimale Lösung für den Pati­enten zu finden.

„Studierst du Pharmazie, weil du für Medizin nicht gut genug warst?“, diesen Satz musste wahrscheinlich der ein oder andere Pharmaziestudierende schon mal über sich ergehen lassen. Heutzutage genießen Ärzte und Apotheker mitunter ein unterschiedliches Ansehen: Ärzte das des Heilers und Beraters für die Gesundheit und Apotheker das des freundlichen Medikamentenverkäufers. Doch zu wie viel Letzterer imstande ist, eben nicht nur ein Schubladenzieher, sondern auch ein Berater für Arzneimitteltherapiesicherheit zu sein, weiß längst nicht jeder. Aufgrund dieser Einstellung gegenüber dem Apotheker, ein Verkäufer zu sein, bildet sich schon früh eine Barriere zwischen Pharmazie- und Medizinstudierenden aus.

Dies zu vermeiden ist Aufgabe der Studierenden beider Fachrichtungen, denn letztendlich sind sie es, die im Berufsleben interprofessionell zusammenarbeiten sollen. In den Medien wird das Thema der interdisziplinären Kooperation im Gesundheitswesen des Öfteren behandelt. In vielen Beiträgen wird auf die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Apothekern eingegangen. Mithilfe von Projekten kann die neue Generation von Medizinern und Pharmazeuten zu einem verbesserten Gemeinschaftsdenken sensibilisiert werden.

An vielen Universitäten werden schon Veranstaltungen, wie beispielsweise die Teddyklinik, ausgerichtet. Hierbei gehen Kinder zu den sogenannten Teddyärzten und Teddyapothekern, um die „Krankheiten“ ihrer Stofftiere kurieren zu lassen. Zweck des Projekts ist es, dass Kinder die Schüchternheit vor den „weißen Kitteln“ ablegen und dass die angehenden Ärzte und Apotheker den Umgang miteinander und mit dem Patienten üben können. Einige Medizin-Fachbereiche bieten außerdem Veranstaltungen an, bei denen sich Pharmaziestudierende unter Anleitung von angehenden Medizinern anatomische Präparate anschauen dürfen. Beide Projekte können von interessierten Studierenden wahrgenommen werden.

Der Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland e.V. möchte zusammen mit der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. diese interprofessionelle Kooperation als Grundbaustein für eine optimale Kommunikation fördern, um somit die bestmögliche Versorgung der Patienten zu gewährleisten.

Von Stephan Tang,
BPhD-Beauftragter für Internet und Presse