5. March 2015 Drucken Empfehlen
Pharma­zeutische Karrieren
Redakteurin bei der Deutschen Apotheker Zeitung

Julia Borsch

Julia Borsch (Foto: DAZ/Schelbert)

Julia Borsch (Foto: DAZ/Schelbert)

Ich habe nie zu denen gehört, die unbedingt „irgendwas mit Medien“ machen wollten. Dass es heute doch so ist, hat sich mehr oder weniger zufällig so ergeben. Nach dem Pharmaziestudium in München, Tätigkeiten in Forschung, öffentlicher Apotheke und Krankenhausapotheke sowie einem berufsbegleitenden MBA-Studium in Gesundheitsökonomie ergab sich die Chance auf eine Redakteursstelle bei der Deutschen Apotheker Zeitung (DAZ). Ich habe mich beworben und es hat geklappt.

Meine Aufgabe ist es, gemeinsam mit meinen Kollegen die DAZ jede Woche mit Leben zu füllen. Wir machen uns Gedanken, welche Themen die Apotheker interessieren könnten. Die Artikel recherchieren und schreiben wir dann entweder selbst oder beauftragen einen freien Mitarbeiter bzw. einen Experten auf dem jeweiligen Gebiet. Die fertigen Texte müssen dann noch bearbeitet werden, bevor sie druckreif sind. Dazu gehören Dinge wie Bilder aussuchen und Grafiken erstellen lassen, aber auch sprachliche Korrekturen sowie das Ganze auf seine fachliche Richtigkeit hin zu überprüfen. Wenn ich mich nicht mit der DAZ beschäftige, schreibe ich Meldungen für unseren Internetauftritt DAZ.online und kümmere mich um Facebook, Twitter und Google plus. Der Job findet natürlich nicht nur am Schreibtisch statt: So gehören auch Interviews, der Besuch von Kongressen, Pressekonferenzen und Apothekertagen inklusive Berichterstattung dazu.

Klingt nach einem anstrengenden Job? Ist es manchmal definitiv, aber eben auch ein ziemlich abwechslungsreicher – und das macht meistens alles wieder wett. Grundvoraussetzungen, die man auf jeden Fall mitbringen sollte, sind Neugierde, Interesse an pharmazeutischen Themen, Belastbarkeit sowie Spaß am Schreiben und ein gewisses Gefühl für Sprache. Journalistische Erfahrung, beispielsweise in Form eines Volontariats, schadet sicher nicht. Ein wenig Berufserfahrung als Apotheker sollte vorhanden sein – zumindest ist sie hilfreich, um ein Gespür für praxisrelevante Themen zu entwickeln. Ich bin jetzt seit über zwei Jahren bei der DAZ und ich würde mich jederzeit wieder dafür entscheiden. Ich komme viel herum, habe Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen und darf öffentlich mein Wissen und meine Meinung verbreiten. Einen besseren Job kann ich mir im Moment eigentlich nicht vorstellen.