5. March 2015 Drucken Empfehlen
Pharma­zeutische Karrieren
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Pharmazeutische Chemie der Goethe-Universität in Frankfurt

Dr. Mario Wurglics

Dr. Mario Wurglics (Foto: Privat)

Dr. Mario Wurglics (Foto: Privat)

Bereits im Gymnasium habe ich mich für den naturwissenschaftlichen Zweig interessiert. Berufswünsche hatte ich mehrere – den Ausschlag für Pharmazie hat die Kombination aller naturwissenschaftlichen Fächer in nur einem Studium gegeben. Ich habe dann an der Karl-Franzens-Universität Graz studiert und auch promoviert, wobei ein Teil meiner Promotion bereits in Frankfurt entstanden ist.

An der Universität zu bleiben war ursprünglich nicht mein Ziel. Ich habe mich während des Studiums ganz darauf eingestellt, direkt nach dem Studium in einer Apotheke zu arbeiten. Während der Diplomarbeit habe ich mich aber dazu entschieden, dass ich doch noch promovieren wollte. Die Promotionszeit hat mir schlussendlich so gut gefallen, dass ich dann an der Universität geblieben bin.

Die Arbeit an der Universität ermöglicht mir in erste Linie zwei Dinge: Forschung und Lehre! Mein Forschungsschwerpunkt „Analytik von Naturstoffen in biologischen Matrices“ hat in den letzten Jahren zu zahlreichen Publikationen geführt, viele davon in Kooperation mit Kollegen aus anderen Instituten, aber auch aus der Industrie. Gerade diese fächerübergreifende Forschung finde ich extrem spannend.

In der Lehre bin ich für die Studierenden im ersten Semester zuständig – eine besondere Herausforderung. Die naturwissenschaftliche Ausbildung in den Gymnasien ist in hohem Maße divergent, das erfordert eine flexible Unterrichtsgestaltung. Um hier auf dem neuesten Stand zu bleiben, habe ich eine hochschuldidaktische Ausbildung absolviert. Zudem fanden mittlerweile 17 Winter- und 15 Sommerschulen der Frankfurter Pharmazie statt. Als einer der wenigen kann ich für mich in Anspruch nehmen, an allen mitgewirkt zu haben.

Natürlich fällt an der Universität auch jede Menge Verwaltungsarbeit an, etwa die Mitarbeit im Lehr- und Studienausschuss oder die Organisation der Auswahlgespräche. Aber das nehme ich gerne in Kauf, denn der Universitätsbetrieb mit Forschung und Lehre ist für mich die ideale Kombination. Die Lehrtätigkeit macht mir ebenso viel Spaß wie in interessante Forschungsprojekte eingebunden zu sein. Was man mitbringen sollte, um an der Uni zu arbeiten? Ganz einfach: Neugierde! Ein wenig Fleiß schadet aber auch nicht.