16. September 2014 Drucken Empfehlen
Pharma­zeutische Karrieren
PROF. DR. NIELS ECKSTEIN

Professor für Arzneimittelqualität und -zulassung im Studiengang der angewandten Pharmazie (ALPHA) am Campus Pirmasens der FH Kaiserslautern und Klinischer Assessor für Endokrinologie und Onkologie am BfArM

Prof. Dr. Niels Eckstein (Foto: Privat)

Prof. Dr. Niels Eckstein (Foto: Privat)

Einem breit angelegten Interesse für naturwissenschaftliche Fächer folgend, entschied ich mich als Hochschulstudium für die Pharmazie. An der Universität Bonn habe ich anschließend im Fachbereich Pharmakologie & Toxikologie bei Herrn Prof. Dr. Klaus Mohr promoviert und durfte mich während dieser Zeit auch als „visiting student“ an der renommierten University of California in San Francisco der Forschung widmen. Nach der Promotion verbrachte ich insgesamt weitere acht Jahre in der pharmakologisch-biochemischen Grundlagenforschung, vorwiegend am Bonner Forschungszentrum caesar (dem Center of Advanced European Studies And Research der Max-Planck-Gesellschaft) mit der Erforschung des Mammakarzinoms. Anschließend wechselte ich in die Bundesverwaltung, zunächst zum „Projektträger Gesundheitsforschung“, also die Drittmittel-basierte Forschungsförderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Im Jahr 2011 wechselte ich zum Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn, der größten deutschen Zulassungsbehörde für Arzneimittel. Meine Aufgabe ist es, zu bewerten, ob die vom pharmazeutischen Unternehmer (PU) eingereichten Zulassungsunterlagen den regulatorischen Anforderungen entsprechen, also ob Wirksamkeit und Unbedenklichkeit eines Arzneimittels sichergestellt sind. Der Beruf als klinischer Assessor ist sehr vielfältig und bei Weitem nicht so verstaubt, wie es initial den Anschein haben mag. Aus diesem Grund fiel es mir auch nicht leicht, mich ein weiteres Mal zu verändern. Dennoch: zum September 2014 bin ich einem Ruf auf die Professur für Arzneimittelzulassung in Pirmasens gefolgt und widme mich nun hauptberuflich Forschung und vor allem der Lehre. Besonders die Lehre bei jungen, motivierten Pharmaziestudenten bereitet mir viel Freude. Dem BfArM stehe ich jedoch auch weiterhin als externer Mitarbeiter in wissenschaftlicher und regulatorischer Funktion zur Verfügung.