27. March 2014 Drucken Empfehlen
Hochschulpolitik
BPhD e.V.

LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER,

vor Euch und Ihnen liegt der Beitrag des BPhD für die UniDAZ-Ausgabe im Sommersemester 2014. Der Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland e.V. (BPhD e.V.) ist der Verband aller 22 Fachschaften der Pharmazie in Deutschland. Wie die Fachschaftsräte durch die Studierenden vor Ort zur lokalen Interessenvertretung bestellt sind, sind wir als Vorstand des BPhD von den Fachschaften beauftragt, für die bundesweite Interessenvertretung einzustehen. Damit vertritt der BPhD derzeit mehr als 12.000 Pharmaziestudierende im Auftrag, eine zukunftsfähige, aktuelle Ausbildung und die Verbesserung der Studienbedingungen anzustreben. Uns ist sehr viel daran gelegen, verschiedene Sichtweisen zur Diskussion zu bringen. Darum sind wir um die Beteiligung eines jeden Studierenden dankbar.

Das Studium der Pharmazie ist so vielfältig wie die Arbeit des Apothekers selbst. Mir persönlich bedeutet diese Aussage sehr viel; wie auch das Wissen, später einen sehr vielfältigen Beruf mit Arbeitsplatzgarantie ergreifen zu können. Das Studium vermittelt Kenntnisse, die für den Apothekerberuf und insbesondere für seine Zukunft essentiell sind. Ich persönlich bin stolz, dieses Studium absolvieren zu dürfen.

Die standespolitischen Organisationen – also die Apothekerkammern, die Bundesapothekerkammer, die Deutschen Apothekerverbände und die ABDA als Dachverband – sind derzeit bemüht, das Berufsbild zukunftsfähig zu machen; das „ABDA Leitbild” ist derzeit in aller Munde. Wir verstehen uns nicht nur als Studierendenverband, wir sehen uns gleichsam als das „pharmazeutische Gremium der Zukunft”. Nun werden Entscheidungen getroffen, die unser Berufsleben gestalten werden. Bereits im vergangenen Jahr hat die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft e. V. (DPhG) in ihrem Projekt „Pharmazie 2020″ Elemente zur zukünftigen Ausrichtung der Forschung und Lehre in der Pharmazie beschlossen. Unser derzeitiges Fazit lautet, dass sich keine wesentlichen Veränderungen ergeben werden, doch wir bleiben am Ball!

Die Arbeit des Apothekers bedeutet nicht nur eine naturwissenschaftlich fundierte, hochqualitative Ausbildung als Grundlage zu haben. Diese fundierte Ausbildung muss auch der Wegweiser für die Aufgaben des Apothekers sein. Es geht darum, unser Wissen zu nutzen, sich unseres Wissens bewusst zu werden und daraus Kompetenzen aufzubauen! Es geht uns insbesondere darum, die Schnittstellen zwischen dem was wir „können”, dem was wir „machen” und dem was wir „dürfen” aufeinander abzustimmen. Durch die uns ermöglichte Beteiligung an den Zukunftsdiskussionen wollen wir diese verantwortungsvolle – und sicherlich nicht einfache – Aufgabe übernehmen.

Der Apotheker von heute ist kein Hüter von Büretten, Synthesen und Laboranalysen – er ist zentraler Bestandteil der Gesellschaft als Garant für eine sichere, ordnungsgemäße und möglichst risikominimierte Arzneimittelversorgung und -therapie. Er ist die zentrale Anlaufstelle für Fragen rund um das Arzneimittel und seine Anwendung. Es wird in Zukunft nicht mehr Aufgabe sein, den Kunden kaufmännisch mit Produkten zu versorgen. Es ist die Aufgabe, als Heilberufler, den Patienten bei der Arzneimitteltherapie zu unterstützen. Das Studium der Pharmazie ist der einzige universitäre Ausbildungsweg zum Arzneimittelfachmann, in dem die notwendigen Kenntnisse eines Arzneimittelfachmannes vermittelt werden. Nun geht es um das Selbstvertrauen, diese Kenntnisse zu Kompetenzen zu machen.

Um die Zukunft geht es auch in den Beiträgen des BPhD. Wenn hierbei über „unsere” Zukunft gesprochen wird, ist dabei keineswegs die Zukunft der elf Studierenden des Bundesvorstandes gemeint. Es ist die Zukunft eines jeden Pharmaziestudierenden! Und so ist jeder und jede Pharmaziestudierende angehalten und eingeladen, sich ein eigenes Bild zu machen. Und es wird wichtig für uns sein, jedes dieser Bilder zur Diskussion zu stellen.

Ich wünsche euch ein erfolgreiches Sommersemester 2014.

Euer David Reiner,
Präsident des BPhD