9. March 2012 Drucken FEEDBACK Empfehlen
Studium
Was macht mein Assi?

Susanne Knuth, Pharm. Biologie Regensburg

Hallo, mein Name ist Susanne Knuth. Ich bin 29 Jahre alt und Promotionsstudentin an der Universität Regensburg. Als klassisches ZVS-Opfer wusste ich, aus dem schönen Osnabrück in Norddeutschland stammend, mein Glück erst nicht zu schätzen, in Regensburg Pharmazie studieren zu dürfen. Schnell habe ich mich dann aber in Bayern eingelebt und wirklich gerne hier studiert. Mein 2. Staatsexamen absolvierte ich 2007. Da mich das Fach pharmazeutische Biologie schon im Studium begeistert hat, bin ich nach dem PJ 2009 an die Uni zurückgekehrt, um bei Prof. Dr. Jörg Heilmann in eben jenem Fach eine Promotion zu beginnen.

Im Bereich der Lehre betreue ich das Praktikum „Pharmazeutische Biologie II“ für Studenten des zweiten oder dritten Semesters. Hierbei dreht sich alles um pflanzliche Drogen, es werden vor allem Pulver- und Teemischungen analysiert. Die mikroskopische und makroskopische Identifizierung der Drogen sowie das Kennenlernen ihrer Inhaltstoffe und Indikationen hat mich schon als Studentin fasziniert und jetzt macht es umso mehr Spaß, dieses schöne Praktikum zu betreuen. Es ist zwar alles Geschmackssache, aber ich hoffe, dass mein Kollege und ich den einen oder anderen Studenten auch dafür begeistern können.

Das Thema meiner Doktorarbeit ist die Weidenrinde. Das spannende an diesem Thema ist, dass Weidenrindenextrakte zwar schon lange gegen rheumatische Erkrankungen, Fieber oder Schmerzen erfolgreich eingesetzt werden, das Wirkprinzip allerdings bis heute nicht vollständig aufgeklärt ist. Natürlich weiß man, dass aus den in Weidenrinde enthaltenen Salicylalkoholderivaten durch Metabolisierung Salicylsäure entsteht und diese sowohl eine antiphlogistische, als auch eine analgetische und eine antipyretische Wirkung hat. Das Ausmaß der Wirkung der Weidenrinde kann allerdings nicht alleine durch die entstehende Salicylsäure erklärt werden. Daher ist mein Thema, andere Wirkprinzipien der Salicylalkoholderivate zu finden. Bisher konnte ich zeigen, dass in-vitro die Hauptkomponente dieser Stoffgruppe, das Salicortin, sich nicht nur zu Salicylsäure, sondern auch zu Catechol, welches auch antiinflammatorische Eigenschaften besitzt, abbaut. Das ist natürliche eine sehr interessante Spur, die wir momentan weiter verfolgen.

Anekdote:

Nach der alljährlichen Sicherheitsunterweisung verteilte ein geschätzer Kollege einen Implosionsschutz für den Kopf seines Laborkollegen. Gefahr in Verzug…

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>