9. March 2012 Drucken FEEDBACK Empfehlen
Neue Professoren
Lehrstuhl für Pharmazeutische Chemie, Bonn

Prof. Diana Imhof

Wie kamen Sie zur Pharmazie?

Über Umwege. Ich habe Chemie mit Spezialisierung Biochemie studiert. Erst der Ruf nach Bonn hat mich in die Pharmazie geführt.

Was wären Sie geworden, wenn Sie nicht Chemie studiert hätten?

Wenn man jung ist, fallen einem viele interessante Berufe ein. Aber einer, der ebenfalls weit oben auf meiner Liste stand, war Architektin.

Warum würden Sie Schulabgängern raten Pharmazie zu studieren?

Das Studium stellt eine gute Mischung aus theoretischer und praktischer Ausbildung dar, dann die enorme Vielfalt an Methoden, die man kennenlernt und natürlich die Beschäftigung mit allen  Fragen, die Arzneistoffe betreffen.

Was ist das Spannende an Ihrem Forschungsgebiet?

Unter anderem die Herausforderung, Synthesestrategien für komplexe Biomoleküle mit therapeutischem Potential zu entwickeln, für deren Bildung in der Natur ganz andere Wege beschritten werden, die sich im Labor allerdings so nicht umsetzen lassen.

Wann waren Sie das letztes Mal als Kunde in einer Offizin und wie Nahe ist Ihnen der Berufsalltag der Apotheker dort?

Kunde bin ich zuletzt in der vergangenen Woche gewesen – Erkältungszeit eben. Nähe im Berufsalltag vielleicht insofern, dass man versteht, wovon die Kolleg(inn)en reden, wenn es um Ansätze von Medikamentenmischungen, die Anwendung von Präparaten oder die Diskussion um mögliche Nebenwirkungen geht.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit am liebsten?

Freizeit ist knapp bemessen, deshalb versuche ich in dieser die für mich richtige Balance zwischen familiären Unternehmungen, Lesefreiraum, kulturellen Events, Sport und Reisen zu bewahren. „Am liebsten“ ist da nicht wirklich zu definieren.

Welches Buch lesen Sie zurzeit?

Ich taste mich an David Foster Wallace heran. Nach „Schrecklich amüsant“ ist es aktuell „Unendlicher Spaß“.

Sie sind jetzt seit 11 Monaten Professorin in Bonn. Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer neuen Heimatstadt und was vermissen Sie?

Mir gefällt u.a. die gute Infrastruktur und Anbindung an Ballungszentren und Flughäfen in der unmittelbaren Umgebung, die Innenstadt, die Geschichte und Entwicklung der Stadt, die Nähe zu Frankreich und Holland etc. etc. etc. Am meisten vermisse ich natürlich die Nähe zu Verwandtschaft und Freunden.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Pharmazie?

Schritt zu halten mit den rasanten Entwicklungen in den Gebieten der Molekularbiologie,  Proteomik, Genomik, Metabolomik, Bioinformatik … und diese für die Entwicklung der Teilgebiete der Pharmazie entsprechend zu nutzen.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>