Der Traum vom Auslandsaufenthalt
Apotheke in Barcelona
9. October 2012 Drucken FEEDBACK Empfehlen
Internationales
Der große UniDAZ-Ratgeber

Der Traum vom Auslandsaufenthalt

„Hilfe ich muss hier raus – möglichst weit weg“ denkt sich so mancher Pharmaziestudent zwischen den verkorksten Analysen im Labor und dem meterhohen Papierstapel auf dem Schreibtisch. Trotzdem sammeln die wenigsten Pharmazietudierenden während ihrer Ausbildung Auslandserfahrung, was zum einen auf das vollgepackte Studium geschoben wird, zum anderen aber auch an der Unwissenheit über die Vielzahl der Möglichkeiten liegt. Damit es nicht beim Träumen bleibt, gibt der große UniDAZ-Ratgeber Auslandsaufenthalt einen Überblick über die Möglichkeiten, während Studium oder Praktischem Jahr einige Zeit ins Ausland zu gehen. Wir haben Tipps und Checklisten zusammengestellt und auch einige Pharmazeuten, die im Ausland waren, nach ihren Erfahrungen gefragt.

Apotheke in Veradero, Kuba

Apotheke in Veradero, Kuba (Foto: Oskar Neumann)

Auslandssemester

Wer den Unialltag in einem anderen Land kennenlernen möchte, sollte sich mindestens ein Jahr vor dem geplanten Auslandsstudium bzw. -semester beim akademischen Auslandsamt seiner Universität informieren. Gut bekannt und oft genutzt ist das Erasmus Stipendium der Europäischen Union: Es bietet die Möglichkeit, an den jeweiligen Partneruniversitäten der eigenen Uni ein oder zwei Semester zu studieren. Neben einer finanziellen monatlichen Unterstützung, die aber nur einen Teil der Kosten deckt, bietet das Programm den Vorteil, dass man im Ausland keine Studiengebühren bezahlen muss und sich insgesamt der Bürokratieaufwand in Grenzen hält. In Deutschland füllt man ein kurzes Bewerbungsformular aus und sucht sich schon im Voraus die zu besuchenden Veranstaltungen aus, die in einem Learning Agreement festgehalten werden. Später erhält man von der Gastuniversität Informationen in Form einer To-Do-Liste zum Vorgehen vor Ort, wobei man unter anderem Studentenausweis, Mensakarte und Aufenthaltsgenehmigung bekommt. Ein weiterer Vorteil ist, dass es in vielen Städten ein Erasmus Student Network (ESN) gibt, das ist eine Gruppe von Studierenden, die Ausflüge und Partys für Erasmusstudenten organisiert.

Neben Erasmuskooperationen haben manche Universitäten auch noch weitere Partneruniversitäten, an denen ein Studium möglich ist und oft finanziell gefördert wird. Auskunft geben die jeweiligen Akademischen Auslandsämter.

Wem die Kooperationen der eigenen Universität nicht zusagen, kann auf eigene Faust seine Wunschuniversitäten kontaktieren und nach der Möglichkeit eines Auslandssemesters fragen. Zu beachten ist hier das Hochschulsystem und der Aufbau des Studiengangs im Zielland sowie die Tatsache, dass es Zulassungsbeschränkungen oder Sprachtests geben kann. Auch die Finanzierung muss selbst gestemmt werden, es gibt aber Förderprogramme und Stipendien, die weiter unten vorgestellt werden.

Anerkennung und Studiendauer

Apotheke in Mazar-e-Sharif, Afghanistan

Apotheke in Mazar-e-Sharif, Afghanistan (Foto: Dietmar Springer)

Viele Studenten stellen sich die Frage, ob sie die Zeit im Ausland zu Hause „verlieren“, also ob sich die Gesamtstudiendauer verlängert. In den allermeisten Fällen muss diese Frage mit Ja beantwortet werden. (Siehe auch „Ausland lohnt sich“). Bescheinigungen über Lehrveranstaltungen („Scheine“) ausländischer Unis werden von den Landesprüfungsämtern prinzipiell nicht anerkannt. Eine Möglichkeit ist, sich von

einem Professor der eigenen Universität bestätigen zu lassen, dass die im Ausland erbrachte Leistung dem entspricht, was sie in Deutschland lehren und prüfen. Dann kann die eigene Uni den Schein ausstellen, der dann natürlich vom Prüfungsamt akzeptiert wird. Um Enttäuschungen vorzubeugen, sollte man sich aber schon vor der Abreise mit dem jeweiligen Professor kurzschließen.

An manchen Universitäten gibt es Kooperationen mit ausländischen Unis, in deren Rahmen die Leistungen voll anerkannt werden, meistens müssen jedoch zumindest einzelne Scheine nachgeholt werden. Der persönliche und fachliche Gewinn eines solchen Auslandsstudiums macht diesen kleinen Nachteil aber mehr als wett.

Ferienpraktika

Auslandserfahrung ohne Studienzeitverlust – oder sogar kombiniert mit einer Urlaubsreise – ist natürlich sehr attraktiv. Dementsprechend interessieren sich auch sehr viele Studierende für dieses Thema, obwohl am Ende doch nur ein kleiner Teil das Vorhaben in die Tat umsetzt – aus welchen Gründen auch immer. Es gibt einige Programme, die Praktikumsplätze für Pharmazeuten in den Semesterferien, aber auch während des Semesters, vermitteln.

Das Student Exchange Programme (SEP) des Bundesverbandes der Pharmaziestudierenden in Deutschland (BPhD) vermittelt vier- bis achtwöchige Praktikumsplätze in allen denkbaren Pharmaziebereichen auf der ganzen Welt. Ausführliche Informationen über das SEP fînden sich im Artikel „Das Student Exchamge Programme“.

Für alle Spanisch sprechenden Pharmaziestudierenden und diejenigen, die es noch werden wollen, bietet der Verein für internationalen und interkulturellen Austausch e.V. das VIA-Fachpraktikum in Mexiko an. Ausgewählt werden kann zwischen den Bereichen öffentliche Apotheke, Krankenhaus oder biomedizinisches Forschungszentrum. Begleitende Sprachkurse und die Unterbringung in Gastfamilien (meist bei Studierenden, die Deutsch lernen) geben die Möglichkeit, Mexiko hautnah zu erleben. Bei genügend freien Plätzen reicht eine Anmeldung fünf Wochen vor Beginn des Praktikums. Da aber gilt „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, erhöht sich die Chance mit einer frühzeitigen Bewerbung. (www.via-ev.org/praktikum/mexikofa.pdf)

Ein noch junges Projekt ist das Individual Mobility Project (IMP) des europäischen Pharmaziestudierendenverbands EPSA. Verschiedene europäische Firmen und Institute bieten drei- bis zwölfmonatige bezahlte Forschungs- und Arbeitspraktika für Studierende und frisch Approbierte an. Die Stellenausschreibungen werden regelmäßig veröffentlicht (www.epsa-online.org), die Bewerbungsfrist endet meist wenige Wochen später. http://bphd.de/index.php?id=114

Apotheke in Guatemala

Apotheke in Guatemala (Foto: Vera Naumann)

Beim Rise Worldwide-Projekt des Deutsche Akademischen Austauschdienstes DAAD können zwischen Juni und Oktober Forschungspraktika von sechs Wochen bis zu drei Monaten absolviert werden. Vorraussetzung sind gute Englischkenntnisse bzw. gute Kenntnisse der Laborsprache. Die Bewerbung erfolgt online zwischen 3. Dezember 2012 und 13. Januar 2013 für maximal drei der ausgeschriebenen Projekte. Insgesamt gibt es für alle Fachrichtungen circa 600 Angebote in über 30 Ländern weltweit. Bewerber sollten sich zum Zeitpunkt der Bewerbung zwischen dem 3. und 7. Fachsemester sein. Ob man ausgewählt wurde, erfährt man im Frühjahr, dann erhält man mit dem Platz auch automatisch ein DAAD-Vollstipendium (Höhe der jeweiligen Ländersätze siehe www.daad.de), Unfall-, Kranken- und Haftpflichtversicherung sowie einen Reisekostenzuschuss. Bei der Wohnungssuche wird man vom Arbeitgeber unterstützt und kann sich bei den Alumni informieren. (www.daad.de/rise-weltweit)

IAESTE steht für International Association for the Exchange of Students for Technical Experience und finanziert sich aus Mitteln des Auswärtigen Amtes. Die sechs- bis zwölfwöchigen weltweiten Praktika können theoretisch in allen Pharmaziebereichen stattfinden, praktisch kann man aber nur aus den Plätzen wählen, die das jeweilige Lokalkomitee bei der Platzvergabe ersteigert hat. Die lokalen Verwaltungen finden sich in vielen Universitätsstädten und haben auf ihrer Homepage das Online-Bewerbungsformular. In aller Kürze muss man hier bis 30. November des Vorjahres die wichtigsten Daten und Wünsche eintragen. Im Februar kann man bei seinem Lokalkomitee die Liste der möglichen Praktikumsplätze (je nach Lokalverwaltung gibt es mehr oder weniger pharmaziespezifische Plätze) einsehen und zwei Favoriten auswählen. IAESTE entscheidet anschließend, welcher der Interessenten am besten geeignet ist. Dieser muss dann eine ausführlichere Bewerbung schreiben und wird dann in der Regel vom Praktikumsplatzanbieter auch angenommen. Eine Wohnung wird im Normalfall vermittelt, man bekommt meist ein Vollstipendium, manchmal kann es jedoch vorkommen, dass etwas weniger als der Ländersatz bezahlt wird. Möglich sind außerdem ein Fahrtkostenzuschuss und ein Versicherungspaket. (www.iaeste.de)

Diejenigen, die den Traumpraktikumsplatz in Eigeninitiative organisieren möchten, brauchen natürlich erst einmal Adressen. Am einfachsten ist es, die Professoren der eigenen Uni nach Kooperationen im Ausland zu fragen. Die allermeisten Professoren haben gute Kontakte zu ausländischen Kollegen und freuen sich, engagierten Studenten bei der Suche nach einem Platz zu helfen. Ansonsten können Kommilitonen oder Erfahrungsberichte erfolgversprechende Ansprechpartner nennen. Möglich ist natürlich auch die Internetrecherche nach ansprechenden Einrichtungen, je mehr Anfragen man losschickt umso höher auch die Chancen eine Zusage zu bekommen – und es klappt öfter, als man denkt!

Famulatur/PJ im Ausland

Bei der Ableistung von Pflichtpraktika im Ausland (also vier Wochen Famulatur oder ein Teil des Praktischen Jahres) sei besonders darauf hingewiesen, sich frühzeitig beim zuständigen Landesprüfungsamt zu erkundigen, ob das Praktikum anerkannt wird und sich dies schriftlich bestätigen zulassen. Da es nur wenige Vorschriften über die Anerkennung gibt, kann sich diese in den einzelnen Bundesländern unterscheiden.

Für die Suche nach einem Platz gilt im Prinzip, was auch für Praktika während des Studiums gilt. Besonders wer eine Promotion anstrebt, sollte über ein Praktikum in einer Arbeitsgruppe an einer ausländischen Uni nachdenken. An vielen pharmazeutischen Instituten haben sich regelrechte Kooperationen mit ausländischen Unis gebildet, die meist auf persönlichen Kontakten von Professoren beruhen. Hier hilft gezieltes Nachfragen bei den Doktoranden oder Professoren des Fachs, in dem man das Praktikum machen möchte.

Finanzierung und Stipendien

Um bei dem meist kostspieligeren Auslandsaufenthalt das eigene Ersparte und Omas Geldbeutel zu schonen, kann man sich um finanzielle Unterstützung bzw. ein Stipendium kümmern. Bei manchen Austauschprogrammen gibt es Geld zusätzlich zum vermittelten Praktikumsplatz, bei anderen wird ein selbst organisiertes Vorhaben gefördert.

Bei folgenden Programmen werden Studiums- bzw. Praktikumsplatz zusammen mit einem Voll- oder Teilstipendium bzw. einer Vergütung vergeben: Erasmus-Studium, IMP, RISE und IAESTE. Das bedeutet, wer einen Platz erhalten hat, bekommt automatisch auch finanzielle Unterstützung.

Folgende Programme unterstützen selbst organisierte Auslandsaufenthalte, das heißt, sie vergeben Gelder, helfen aber nicht bei der Suche nach einem Praktikumsplatz:

DAAD-Jahresstipendium: DAAD-Auslandsstipendien werden aufgrund fachlicher Qualifikation und persönlicher Eignung vergeben. Bewerbungs-Deadlines für einen Beginn im September 2013 sind der 15.November 2012 für Europa und der 31.März 2013 für Lateinamerika, Afrika, Arabische Staaten, Israel, Iran, Asien. Die Deadline für alle anderen Länder ist der 30.September des Vorjahres. Pharmazeuten sind nach Bestehen des zweiten Staatsexamens berechtigt, sich für die Ableistung des Praktischen Jahres sowohl auf Studierenden- als auch Graduierendenprogramme zu bewerben! Die Dauer des Praktikums muss sechs Monate betragen, eine vorläufige Zusage des Landesprüfungsamtes zur Anerkennung muss vorliegen.

Erasmus-Praktikum: Gefördert werden können sowohl freiwillige als auch Pflichtpraktika mit einer Dauer zwischen drei und zwölf Monaten in den EU-Ländern sowie Türkei, Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz und Kroatien. Man muss an der Hochschule, über die man Erasmus machen will, eingeschrieben sein (das kann im PJ auch in einem anderen Studiengang sein als Pharmazie). Gefördert werden nur Vollzeitpraktika. Wie beim Erasmus-Studium ist auch hier der Organisationsaufwand verhältnismäßig gering. Neben der finanziellen Unterstützung gibt es einen Ansprechpartner an der Auslandsuniversität, der bei Fragen zur Verfügung steht. Zur Anmeldung füllt man eine Bewerbung mit den persönlichen Daten aus und erstellt ein Training Agreement mit den Inhalten des Praktikums und zu erwerbenden Kenntnissen. Mehr Informationen zum Bewerbungsverfahren gibt es im Auslandsamt der Heimatuniversität.

Promos ist ein relativ neues Stipendienprogramm des DAAD, das über die Akademischen Auslandsämter der deutschen Universitäten verwaltet wird. Es eignet sich sowohl zur Finanzierung eines selbst organisierten Auslandssemester als auch eines Auslandspraktikums, wenn diese nicht durch das Erasmus-Programm abgedeckt sind. Das heißt, die Heimatuni darf keinen Erasmus-Vertrag mit der ausländischen Universität haben bzw. das Praktikum findet außerhalb Europas statt.

Neben den auslandsspezifischen Förderprogrammen hat man auch bei Stipendienprogrammen von kirchlichen oder politischen Organisationen die Chance auf eine Förderung. Lohnenswert können auch Anfragen bei Pharmafirmen (z.B. Bayer Stipendium) oder Apothekerkammern sein. So unterstützt die bayerische Landesapothekerkammer Studenten, die in Bayern geboren sind oder dort studieren.

In der Stipendiendatenbank des DAAD (www.auslands-stipendien.de) kann gezielt nach Stipendien für bestimmte Länder gesucht werden. Vor allem für „exotische“ Länder gibt es manchmal Stipendien, die Auslandsaufenthalte dort gezielt fördern.

Eine weitere Möglichkeit ist Auslandsbafög. Aufgrund der höheren Lebenshaltungskosten bei einem Auslandsaufenthalt können auch Studierende, die in Deutschland keinen Bafög-Anspruch haben, gefördert werden. Wie auch beim „normalen“ Bafög muss die Hälfte des Geldes später wieder zurückgezahlt werden. Ein pauschaler Reisezuschuss darf aber behalten werden. Achtung: Auslandsbafög muss mindestens sechs Monate im Voraus beantragt werden! Das für die Antragstellung zuständige Auslandsamt findet man auf der Website www.das-neue-bafoeg.de

Bei der Kombination verschiedener Finanzierungsmodelle ist zu beachten, dass manchmal bestimmte Beträge eines Stipendiums auf ein anderes angerechnet werden, dadurch kann sich die Gesamtsumme wieder etwas reduzieren.

Budapest, Ungarn

Budapest, Ungarn (Foto: Andreas Ziegler)

Kürzere Auslandsaufenthalte

Wer nicht ganz so viel Zeit zur Verfügung hat, kann auf internationalen Kongressen sein pharmazeutisches Wissen vertiefen, Soft Skills erlernen und sich mit Pharmaziestudierenden aus den verschiedensten Ländern austauschen.

Während der europäische Studierendenverband EPSA die Autumn Assembly im Herbst und den Annual Congress im Frühjahr durchführt, findet der IPSF-Kongress des internationalen Pharmaziestudierendenverbandes jährlich im August statt. Desweiteren gibt es die Summer University (Fortbildungswoche meist zwischen Juni und August) und das World Healthcare Symposium (alle 2 Jahre, für alle Studierende von Heilberufen).

Oder doch einfach nur Urlaub? Kostengünstige Übernachtungsmöglichkeiten bei Pharmaziestudierenden in ganz Europa finden sich mit Hilfe des EPSA Voyage Projekts. Neben dem Plätzchen auf dem Boden, einem Sofa oder sogar einem Bett bekommt man auf diesem Wege auch Insider-Tipps oder sogar eine Führung durch die Stadt –und Kontakt mit Pharmazeuten aus anderen Ländern!

Egal für welches Angebot man sich entscheidet, eines haben all diese Auslandsaufenthalte gemeinsam: Man sammelt neue Eindrücke von Kultur und Pharmazie in anderen Ländern, schließt internationale Freundschaften und hat eine unvergessliche Zeit.

Von Melanie Föll, Pharmazeutin im Praktikum in Freiburg/Br.

Tipps zur Wohnungssuche:

Vor allem bei selbst organisierten Auslandsaufenthalten ein Problem: das Finden einer bezahlbaren Unterkunft, möglichst zentral und doch in der Nähe der Praktikumsstelle gelegen, in einem “jungen“ Szeneviertel, aber trotzdem ruhig…

Unter Umständen kann die Wohnungssuche vor Ort einfacher sein, auch weil Sie besser einschätzen können, wo Sie wohnen möchten. Trotzdem sollten Sie schon vor der Abreise im Internet nach Wohnungen schauen und möglichst schon Besichtigungstermine vereinbaren. Auch das Aufgeben eines Gesuchs auf einschlägigen Internetseiten kann hilfreich sein. Nach der Ankunft am Schwarzen Brett der Uni schauen, sich nach privaten Zimmervermittlungen erkundigen, Stadtmagazine lesen.

Die Zeit bis zum Finden einer Unterkunft können günstige Hostels überbrücken. (www.hostelbookers.com) Auch der CVJM bzw. YMCA und das katholische Kolpingwerk haben in vielen Ländern relativ günstige Wohnheime. (www.ymca.int/ymca-hotels/ und www.kolping.net/wo_wir_sind/kolpinghaeuser.html?pe_id=209).

Auch bei Praktika, die nicht an der Uni stattfinden, können Studentenwohnheime eine attraktive Möglichkeit sein. Sie sind meist kostengünstig und haben den Vorteil, dass man schnell junge Leute kennenlernt. Auch wenn es von zuhause aus mit dem Zimmer nicht klappt – Unbedingt vor Ort noch mal zur Verwaltung gehen, oft werden kurzfristig Zimmer frei.

Vorsicht vor Mietbetrügern! Sie sind in eigentlich allen großen Städten anzutreffen, können aber auch in kleineren Uni-Städten ihr Unwesen treiben. Entweder die angepriesenen Wohnungen sind in einem miserablen Zustand oder sie existieren gar nicht. Vorsicht ist immer dann geboten, wenn die gesamte Miete im Voraus bezahlt werden soll und Sie die Wohnung – aus welchem angeblichen Grund auch immer – vorher nicht besichtigen können.

Andere Länder, andere Sitten: In vielen Ländern, z. B. den USA, sind Doppelzimmer nicht unüblich. Ob man das für einen begrenzten Zeitraum ausprobieren möchte um ein paar Euro zu sparen, sollte man sich am besten im Vorfeld überlegen.

Informieren Sie sich, ob im Gastland Mietverträge üblich sind und wie Kündigungsfristen, Mietkautionen und ähnliches gehandhabt werden.

Weiterführende Informationen:

Der Bundesverband der Pharmaziestudierenden hat ein „Auslandsbooklet“ herausgebracht. Unter www.bphd.de kann es kostenlos heruntergeladen werden. Auch das Auslandsteam des BPhD hilft bei Fragen gerne weiter: ausland@bphd.de

Fachschaften: Einige Fachschaften organisieren Auslandsinfoabende, bei denen es neben Tipps und Tricks oft Erfahrungsbericht von frisch aus dem Ausland zurückgekommenen Studenten über ihre Erfahrungen gibt.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst stellt auf seiner Website www.daad.de eine Fülle von Informationen zur Verfügung. Es lohnt sich, sich ausgiebig auf der – leider etwas unübersichtlichen – Website umzusehen.

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