9. March 2012 Drucken FEEDBACK Empfehlen
Studium
Was macht mein Assi?

Christina Draheim, Pharm. Technologie Saarbrücken

Mein Name ist Christina Draheim und ich wurde 1983 in Braunschweig geboren. Nach meinem Pharmaziestudium an der Universität Braunschweig habe ich 1½ Jahre als Apothekerin in einer öffentlichen Apotheke gearbeitet. Danach zog es mich ins Saarland, wo ich seit Januar 2011 am Lehrstuhl für Biopharmazie und Pharmazeutische Technologie im Arbeitskreis von Prof. Lehr promoviere.

An unserem Institut gibt es die in Deutschland einmalige Möglichkeit Erfahrungen in der Lehre zu sammeln, zu promovieren und auch die Arbeit an einer außeruniversitären Forschungseinrichtung, dem Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS), mitzuerleben. Das HIPS wurde 2009 vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) Braunschweig und der Universität des Saarlandes gegründet und ist das erste öffentlich geförderte Forschungsinstitut in Deutschland, das sich explizit mit pharmazeutischer Forschung beschäftig. Mein Doktorvater Prof. Lehr ist Leiter der Abteilung Wirkstofftransport.

Neben der Betreuung von Wahlpflichtfachstudenten und des QS-Seminares, gehört die Betreuung des großen Praktikumsblockes der „Festen Arzneiformen der Arzneiformenlehre II“ zu meinen Arbeitsschwerpunkten in der Lehre.

Im Rahmen meiner Promotion befasse ich mich mit der Entwicklung bioabbaubarer, nanopartikulärer Arzneistoffträgersysteme, die in der Therapie entzündlicher Darmerkrankungen zum Einsatz kommen sollen. Nanoskalige Arzneistoffträgersysteme können im entzündeten Gewebe akkumulieren, wobei eine längere Verweildauer mit hohen lokalen Arzneistoffkonzentrationen und geringer systemischer Verfügbarkeit resultiert. Nach der Einkapslung von entzündungshemmenden und immunsuppressiven Wirkstoffen werden die verschiedenen Formulierung in einem am HIPS entwickelten, dreidimensionalen in vitro Modell der entzündeten Darmmukosa auf ihre antientzündliche Aktivität getestet, bevor Tiermodelle zum Einsatz kommen. Dieses in vitro Modell wurde u.a. mit dem rheinland-pfälzischen Forschungspreis zur Förderung von Ersatzmethoden für Tierversuche und dem von BMELV verliehenen Tierschutzforschungspreis ausgezeichnet.

Meine Arbeit ist Teil des über ERANET finanzierten, EuroNanoMed Projektes Delivering nanopharmaceuticals through biological barriers. Dadurch bietet sich mir die einmalige Chance, im Rahmen unserer Projekttreffen die Forschungseinrichtungen und -arbeiten unserer internationalen Partner kennenzulernen – wobei immer ein wenig Zeit bleibt, die jeweiligen Städte und Länder zu erkunden.

Meine berufliche Zukunft sehe ich in der anwendungsorientierten pharmazeutischen Forschung und Entwicklung.

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    Kommentare zu Christina Draheim, Pharm. Technologie Saarbrücken

  1. Hi Christina,
    uns gefällt die detaillierte Beschreibung deiner wissenschaftlichen Aufgabe und die Vorstellung der Forschungseinrichtung, dem Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS). Wir wünschen dir auf diesem Weg alles Gute für deine berufliche Zukunft und viel Erfolg bei deiner Promotion !
    mfg CD + DD