9. October 2012 Drucken FEEDBACK Empfehlen
Pharma­zeutische Karrieren
Heike Graetz

APOTHEKERIN AN DER PKA- UND PTA-SCHULE IN SCHWEINFURT

Nach dem Abitur begann ich meine pharmazeutische Ausbildung als PTA an der Würzburger Berufsfachschule (1983– 1985) und arbeitete ein Jahr in einer öffentlichen Apotheke. Darauf folgte mein Pharmaziestudium (1987–1992) an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg. Die nächsten Jahre waren sehr geprägt durch Familie und der Geburt meiner 3 Kindern (1992–1997). Jedoch war ich auch während dieser Zeit regelmäßig als Urlaubsvertretung in diversen Apotheken tätig. Im Anschluss daran arbeitete ich in Teilzeit wieder in einer öffentlichen Apotheke. Schon während meines Studiums reifte in mir der Gedanke, nicht ausschließlich hinter dem HV-Tisch zu stehen. Geprägt durch die positiven Erinnerungen an meine PTA-Schulzeit, kam mir die Idee, die Pharmazie und den Lehrberuf miteinander zu verbinden. Durch eine glückliche Fügung suchte die Ludwig-Erhard-Berufsschule in Schweinfurt, an der Pharmazeutisch-kaufmännische-Angestellte ausgebildet werden, gerade zu dieser Zeit eine Lehrkraft. So begann ich dort im September 2002 mit der Ausbildung von PKA-Schülerinnen. Es handelt sich um eine duale Ausbildung, die sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule stattfindet. Ich unterrichte das Fach Arznei- und Warenkunde und vermittle den Schülerinnen (manchmal auch Schülern) Wichtiges aus dem Apothekenalltag bezüglich: Arzneimitteln, Pflanzenschutz, Kosmetik, Ernährung, Verbandstoffe/Medizinprodukte und auch die gesetzlichen Grundlagen der Apotheke. Der Kontakt zu jungen Menschen ist ausgesprochen spannend und gleichzeitig interessant. Natürlich lassen sich die familienfreundlichen Arbeitszeiten und die Ferienregelung sehr gut mit einer Familie kombinieren. Seit September 2011 bin ich nun auch an einer Schweinfurter PTA-Berufsfachschule angestellt und unterrichte dort Galenik, Gesetzeskunde, Ernährungslehre und Körperpflegekunde. Ein Wochentag ist allerdings nach wie vor belegt durch die Tätigkeit in einer Apotheke, in der ich bereits PTA-Praktikantin und auch später wieder als Pharmazie-Praktikantin war, denn der Bezug zur Praxis ist absolut wichtig, besonders in Zeiten, in denen sich Vorschriften und Verträge teilweise vierteljährlich ändern. So bleibe ich immer am Ball und kann die Schülerinnen immer auf dem aktuellsten Stand unterrichten. Und „ein bisschen“ Apotheke ist ja ausgesprochen schön, insbesondere die netten Kunden und die lieben Kollegen!

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