9. October 2012 Drucken FEEDBACK Empfehlen
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Interview

„GUT, DASS ICH DAS SELBST IN DIE HAND GENOMMEN HATTE“

Katharina TschernowKatharina Tschernow hat in Berlin Pharmazie studiert und lernt gerade für ihr Drittes Staatsexamen. Sie hat vier Monat am Fachbereich Pharmazie der Uni Wien verbracht.

Wo warst Du denn im Ausland und was hast Du da gemacht?

Ich habe im Rahmen des Erasmusaustauschprogramms ein viermonatiges Praktikum im Department of Pharmacognosy an der Uni Wien bei Frau Prof. Kopp absolviert.
Meine Aufgaben waren eine tabellarische Erfassung der Bufadienolidsammlung von Prof. Reichstein und der herzwirksamen Glucoside des Instituts mit zusätzlicher Reinheitsprüfung per DC; eine Analyse des „Abnormal Savda Munzig Extrakts“, einer Drogenmischung aus zehn verschiedenen Pflanzen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) mit Hilfe von SPE und HPLC-DAD-MS, sowie die Prüfung der Tauglichkeit der österreichischen Arzneibuch-Monographie des Agnus Castus Fructus-Trockenextrakts.
Bezahlt wurde ich für das Praktikum nicht, aber ich hatte ein Erasmus-Stipendium.

UniDAZ: Warum bist Du ins Ausland gegangen?

Ich bin erst kurz vor Ende meines Studiums ins Ausland gegangen. Es war klar dass ich nicht mehr lange studieren werde, und daher wollte ich einfach eine Pause machen. Das Pharmaziestudium empfand ich als sehr intensiv, und so eine Auszeit ist genau das richtige zum Auftanken.

Wie bist Du denn auf Wien gekommen?

Für Wien habe ich mich entschieden weil meine beste Freundin aus Schulzeiten dort studiert und wir schon immer mal in der gleichen Stadt wohnen wollten.

Du hast am Erasmus-Programm teilgenommen. Warum?

Teilweise natürlich wegen der Finanzierung, sie machen aber auch andere nette Sachen, wie Städtetrips, Partys vor Ort usw.

Hast Du viel selbst organisiert oder wurde Dir das von Erasmus abgenommen?

Alles was die Wohnung angeht und den „Arbeitsplatz“ habe ich selbst organisiert. Es gibt zwar die Regelung, dass Scheine aus dem Ausland anerkannt werden, aber für mich kam das nicht in Frage: In Österreich studiert man Pharmazie auf Diplom. Das heißt, es gibt keine festen Semesterstrukturen wie bei uns in Deutschland und man muss sich um die Praktikumsplätze/Seminare selbst kümmern. Dafür war ich schon zu spät dran und deshalb habe ich direkt bei der Erasmusbeauftragten aus dem Fachbereich Pharmazie angefragt, ob sie mir eine Empfehlung geben kann.
Die Wohnung, oder besser gesagt ein Zimmer zur Zwischenmiete, habe ich im Internet gefunden. Es war perfekt! Es lag mitten in der Stadt. Meine Mitbewohnerin war auch sehr nett. Die Studentenwohnheime waren nicht sehr schön. Ich war wirklich froh, dass ich das selbst in die Hand genommen hatte.

Pofitierst Du noch von den Erfahrungen aus dem Ausland?

Durch die vier Monate Praktikum im Labor habe ich sehen können, wie in etwa eine Promotion abläuft, wie man wissenschaftlich arbeitet etc. Das hat auf jeden Fall Interesse geweckt!

Hast Du zum Schluss noch einen heißen Tipp für „Auslandswillige“?

Packt nicht so viel ein (wie ich)! Man kommt immer mit mehr zurück.

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